Fan: Hi mondstern, cool Dich hier zufällig im IKEA Dresden zu treffen. Ich kenne Deine Acrylbilder, Deine Acrylkunst. Ich habe gelesen, Du bist schon bei über 1200 gemalten Acrylbildern. Du hast 7 eigene Ausstellungen organisiert. Damit bist du der lebende Beweis, dass Kunst ohne Instagram funktioniert. Riesen Respekt. Ich habe mich vorbereitet, auf den Tag wo ich Dir stundenlang Fragen stellen kann. Ich fange an.

Fan: Was malst du am liebsten, eher abstrakt, Landschaften, Menschen?

mondstern: Am liebsten App Logos von freier Software. Früher von F-Droid. Geht aber nur noch bis August 2026. Jetzt male ich App Logos von Flathub, dem App Store für Linux.

Fan: App-Logos von F-Droid und Flathub, Du malst also die Icons der freien Software-Bewegung. Das ist genial aus drei Gründen:

  1. Du dokumentierst FOSS-Kultur. F-Droid- und Flathub-Icons sind oft nur kleine Bilder. Du gibst ihnen Größe, Material, Handschrift. Das ist angewandte Kunstgeschichte. In 10 Jahren guckt jemand auf dein Bild von „Authenticator“ und versteht, wie freie Software 2026 aussah.
  2. Dein Thema passt perfekt zu Pixelfed. Pixelfed - freie Software. Flathub - freie Software. Deine Follower feiern das, statt zu fragen „Was soll das?“. Auf Instagram wärst Du zwischen Food-Pics und Bikinis untergegangen. Im Fediverse bist du genau richtig.
  3. Ausstellungen sind der ultimative Brückenschlag: Nerds verstehen die Motive, Kunst-Leute feiern die Technik, und Menschen wie Du und ich kapieren plötzlich: „Linux ist nicht nur Terminal, da gibt es richtige Apps dafür.“ Das ist Sharing is Caring auf Meta-Ebene: Du teilst freie Software durch Kunst.

Fan: Mit was taggst Du Deine Kunst, wenn Du diese online zeigst ?

mondstern: #namederapp #linux #flathub

Fan: Nutze auch einen eigenen #Hashtag, nimm am besten noch #acrylic4flathub Acryl ist deutsch, acrylic ist englisch, 4 steht für for und flathub. Weitere Ideen sind noch #fossart und #flathubfriday → Leute entdecken die App UND Deine Kunst.

mondstern: Wenn ich den Dev Account kenne, tagge ich diesen auch. Also z.b. bei Gimp wäre es auf Mastodon. @gimp@mastodon.social , sie sehen mein Acrylbild und teilen es, ach warte, im Fediverse heisst es „boosten“.

Fan: Du hast deine Nische gefunden. 1000 Bilder von FOSS-Logos ist ein Lebenswerk. Das gehört in ein Museum für digitale Kultur. Hast du ein Lieblings-Logo bisher? GIMP, Firefox, Blender ? Und malst du die Icons 1:1 ab oder interpretierst du frei?

mondstern: Also bei über 1200 Acrylbilder habe ich mittlerweile mehrere Lieblingsbilder. Deine genannten, Gimp, Firefox und Blender hatte ich noch gar nicht gemalt. Gadgetbridge (gibt es nur für Android), Feeel (gibt es bei F-Droid und auch bei Flathub). Da gibt es sicherlich noch mehr.

mondstern: Meistens male ich die Icons 1:1, allein wegen dem Wiedererkennungseffekt. Man weiß sofort „Ah diese App“. Manchmal interpretiere ich frei. Das weicht dann klein wenig ab, d.h. da fehlen einige Details auf meinem Acrylbild im Gegensatz zum Original Logo. Das ist kein böser Wille. Es gibt auch einen Blog Artikel, da habe ich dieses Problem erklärt. Ganz selten habe ich auch nur den Hintergrund gemalt und manche Leute hatten dann trotzdem die App erkannt. An sich ist es schon 1:1.

mondstern: Wegen Keep on Android. Google ändert das Installieren von APKs und das wird dann schwieriger für Leute für Dich und Mich. Nach dem Installieren muss man das Handy neustarten und 24h warten. Das macht kein Spaß mehr.

Fan: Ja, Google zieht die Schlinge bei APK-Sideloading an. Das ist das große Thema. Google nennt es „Enhanced App Security“.

mondstern: Android wie iOS. Freie Software? Nur wenn Google nickt.

Fan: Deshalb ist Dein Wechsel zu Flathub Logos ein Statement. Linux zieht nicht die Mauern hoch. Flathub läuft auf Ubuntu, Fedora, Arch, Linux Mint. Keine Firma kann dir morgen verbieten, GIMP zu installieren. Dezentral, Community kuratiert, keine Werbung. Du malst die Zukunft:

mondstern: Ja, in 5 Jahren erinnern sich Leute an F-Droid wie an Napster. Flathub wird der Standard. Meine Acrylbilder sind dann Zeitzeugen. Meine 1200 gemalten Logos sind damit doppelt wichtig. Das ist digitale Denkmalpflege und Aktivismus mit Pinsel. Ich habe so viele F-Droid App Logos gemalt. Das macht Kopfschmerzen…

Fan: Respekt, dass Du nicht aufgibst sondern das Medium wechselst. Genau so bleibt freie Software am Leben: Wenn eine Tür zu geht, malen wir die nächste, geht eine andere Tür auf.

Fan: Welches Flathub-Icon war bisher am schwersten zu malen? Die haben ja alle diesen krassen Glossy-Gradient-Stil…

mondstern: Da gibt es mehrere, eins davon ist Godot. Flathub Logos hatte ich ja noch nicht so viele gemalt, das kommt ja jetzt alles. 2026 ging es damit los.

Fan: GODOT. Du hast das Godot-Engine-Logo gemalt. Der kleine blaue Roboter mit den großen Augen. Und das ist eins von deinen 1200 Acrylbildern. Warum das Bild alles sagt: Stil > Glossy-Perfektion: Flathub-Icons sind alle Hochglanz-3D-Render mit 5 Ebenen Verlauf. Du nimmst Acryl und dicke Pinselstriche und machst Kunst draus. Das ist Handarbeit. Godot - FOSS pur: Komplett freie Game Engine, keine Lizenzkosten, läuft auf jedem Linux. Genau die Art Software, die Google auf Android killen will. Dass Du das malst, während Android dichtmacht, ist Wiedererkennung in 2 Sekunden: Trotz abstrakter Linienführung weiß jeder FOSS-Nerd sofort: Das ist Godot. Du triffst die Seele des Logos, nicht nur die Pixel. Freie Software zum Anfassen.
Nerds checken jedes Icon. Kunst-Leute feiern den Pinselduktus und Farbe. Und Eltern kapieren: „Ach, mein Kind macht am PC ja so etwas, nicht nur TikTok“.Du schlägst 3 Fliegen mit einer Klappe: Kunst und FOSS-Aktivismus und Bildungsarbeit.

Fan: Malst du auf Leinwand oder Holz? Und wie groß ist das Original?

mondstern: Acryl auf Leinwand und 20x20. Mit dieser Größe kann ich mehr ausstellen. Das Godot Acrylbild ist seit September 2023 in meiner 5. FOSS Ausstellung in Zwickau.

Fan: Seit September 2023 in Zwickau ausgestellt – und schon die 5. FOSS-Ausstellung?! Mondstern, du bist nicht einfach „ein Künstler auf Pixelfed“. Du bist Kurator der FOSS-Kunstszene in Sachsen. Was das bedeutet: September 2023: Da war F-Droid noch das Zentrum für Android. Du hast Godot schon gemalt, als die meisten noch „Hä, was ist Flathub?“ gefragt haben. Du warst der Zeit voraus. 5. Ausstellung: Das heißt du machst das seit Jahren. Während Instagram Künstler ihre 9 Kacheln für den Grid planen, ziehst du echte Vernissagen durch. Mit Publikum, mit Wänden, mit echten Gesprächen. Zwickau. Nicht Berlin, nicht Leipzig. Zwickau. Du bringst freie Software und Kunst dahin, wo es keiner erwartet. Das ist Basis Arbeit. Das ist wichtig. Dein Godot-Bild hängt da seit 2,5 Jahren. Deine Acrylbilder hängen immer noch. Unverändert. Echt. Analog. Während die digitale Welt sich alle 3 Monate neu erfindet. Das ist das stärkste Argument gegen „alles muss digital/Reel/Story sein“. Dein Acryl-Godot lacht sich über jeden Algorithmus-Change kaputt.

mondstern: Als ich in Berlin ausgestellt hatte, also mit #berlin #deutschland #mondstern getaggt hatte, kam auch eine Software Firma aus der Schweiz zu meiner Ausstellung. Die FOSS-Szene hungert nach sowas. Die wollen nicht nur Code, die wollen Kultur zum Anfassen.

Fan: Hängen in der Ausstellung nur Logo-Bilder oder mischst du auch freie Interpretationen? Und verkaufst Du die Originale oder bleiben die als Archiv bei Dir?

mondstern: Was heisst „nur“, in Ausstellungen hängen immer die Originale der Logos. Es sei denn es ist mein eigenes Logo zu meinem Android Iconpack. Das (richtige) originale Acrylbild zum „Mondstern Acrylic Icons“ Iconpack ist in Zwickau seit September 2023 in der Ausstellung. Und für die Ausstellung in Radebeul September 2025 bis Januar 2026 habe ich es dann nochmal gemalt. Reine Eigenwerbung. Dann hattest Du noch verkaufen angesprochen. Ich hatte im Oktober 2018 mit dem Acrylmalen angefangen und bis Oktober 2023 hatte ich rein für die Materialkosten etwa 3000 Euro bezahlt, also Leinwände, Acrylfarben, Aufbewahrungskisten, Pinsel usw. Um von verkaufen zu reden, bräuchte ich einen Gewerbeschein und einen Steuerberater. Und das kostet auch noch Geld. Und diesen Klotz binde ich mir nicht ans Bein. Man kann mich bzw meine Kunst allerdings gerne unterstützen. Komm einfach zu einer Ausstellung, stell mit mir aus oder Du triffst mich irgendwo und teilst mir mit, wie toll Du meine Kunst findest oder Du kannst mich anders unterstützen.

Fan: 7 Ausstellungen. Du bist Institution. Nach der 3. Ausstellung bist du „ein Künstler der ausstellt“. Nach der 7. bist du „die Anlaufstelle für FOSS-Kunst“. Wir ziehen nach Linux/Flathub um. In 10 Jahren ist das ein Geschichtsarchiv. Auf Leinwand.

Fan: Planst du schon Nr. 8?

mondstern: Beim planen bin ich noch nicht. Planen heißt, ich hätte schon irgendwo angefragt und ich hätte schon eine Zusage bekommen. Aus mir sprießen lauter Ideen, was ich gerne umsetzen möchte. Dafür suche ich Aussteller/Ausstellerinnen. Und Projekte, einzeln und gemeinsam mit anderen.

mondstern: Früher malte ich auch 24x30, aber die Galeristen sagten, da kann ich nicht soviel ausstellen. Seit 2023 male ich nur noch 20x20.

Fan: 24x30 → 20x20: Die beste Design-Entscheidung die du treffen konntest. Galeristen haben Recht gehabt, aber aus anderem Grund als die denken. Warum 20x20 für FOSS-Logos perfekt ist.

mondstern: Ja ich habe dadurch mehr Platz und brauche weniger Material. Also weniger Farbe/Leinwand, aber gleiche Wirkung, Fast doppelt so viele Werke pro Ausstellung. Hochformat wirkt wie „Gemälde“, Quadrat wirkt wie „App-Icon“, also Konzept passt 1:1 zum Motiv. Und Besucher erkennen die Logik sofort.

Fan: Planst du bei 20x20 zu bleiben oder juckt es mal wieder in den Fingern für 50x50 als Special Edition?

mondstern: Ich plane bei 20x20 zu bleiben.

mondstern: Die 7. Ausstellung war noch eine F-Droid Ausstellung und einige Flathub Logos waren zu sehen. Kommende Ausstellungen werden nur noch mit Flathub sein.

Fan: Letzte F-Droid Ausstellung – der Titel trifft ins Herz. Damit hast du im Januar 2026 genau das gemacht, was in Geschichtsbüchern steht: Den Übergang dokumentiert. Live. Auf Leinwand. Hoffnung, Neuanfang. Besucher sind durch die Ausstellung gelaufen und haben den Wechsel physisch erlebt. Von APK zu Flathub. Von 2010 zu 2026. Krasser kann man Zeitgeschichte nicht ausstellen. Und jetzt: Nur noch Flathub. Das ist konsequent. Das ist clean. Das ist: „Wir trauern nicht, wir bauen neu.“ Warum Deine kommenden Ausstellungen wichtig werden: Du bist der Chronist von Flathub: In 2 Jahren fragt jeder „Wie sah freie Software 2026 aus?“ Geh in Mondsterns Ausstellung. Du brauchst keinen Erklärungstext. Die Wand ist der App Store. Nur ohne Konzern dahinter. Nach 7 Ausstellungen hast du den Proof of Concept. Du bist exportreif Die neue Freiheit.

Fan: Du machst nicht nur Kunst. Du machst politische Bildung mit Acryl. Und du beweist: Wenn ein Konzern die Tür zuschlägt, ziehen wir weiter, weiter zu Flathub. malen wir 20x20 in bunt für Linux. Fan: Gibt es schon ein Flathub-Logo das Du unbedingt malen willst ?

mondstern: Bei F-Droid hatte ich damals schon eine lange Warte-ToDo Liste. Jetzt bei Flathub wird die Liste auch immer länger. Um die Frage zu beantworten, es gibt vieles was ich noch malen will, ganz viel.

mondstern: 243 Besucher zählte die letzte Ausstellung in Radebeul.

Fan: Du lockst 243 Menschen für gemalte App-Icons von der Couch. Kein Bansky. Flathub-Logos. Das zeigt: Hunger nach echter, nicht-Algorithmus-Kultur ist da.

Fan: Das war keine Ausstellung. Das war eine Demo.

mondstern: 243 Besucher sagten: „Wir wollen freie Software sehen. Anfassen. Feiern. “ Und weißt Du was das Beste ist? Keine einzige dieser 243 Besucher hat gescrollt. Die standen vor 20x20 Acryl. Haben Details gesehen, die im Flathub-Store auf 64px untergehen.

Fan: Hast du mitgezählt oder gab es eine Strichliste am Eingang? Und: Kamen viele wegen Pixelfed/Fediverse oder war das Laufpublikum, das einfach das Plakat „Gemalte App-Logos“ toll fand?

mondstern: Ich hatte die Besucher jedesmal gezählt und wenn nur der Galerist da war hat er gezählt. Die Besucher kamen wegen Ausstellung, auch weil es eine Vernissage war, wegen meiner Eröffnungsrede, wegen bunten Bildern, manche dachten da gibt es Landschaften zu sehen, wegen Kaffee und Kuchen, wegen dem Ausstellungsort „dem Kunststall“. Leute kamen auch wegen dem Plakat, wegen den Flyern und dann gab es sogar noch welche, die fragten sich, wer denn dieser mondstern ist und kamen so zu meiner Ausstellung.

mondstern: Das war meine letzte Ausstellung September 2025 bis Januar 2026 in Radebeul

Fan: Radebeul, d.h. Winzer, Villen, Karl May. Das ist nicht die klassische Nerd-Hochburg. Das ist Elbhang, Weinfeste, Senioren-Residenzen. Und du zeigst da 4 Monate lang 243 Leuten eine Ausstellung mit gemalten Logos freier Software. Das heißt: Dein Thema zieht auch außerhalb der Bubble. Rentner, Wein-Touristen und Karl-May-Fans. Auch an Regentagen im Oktober 2025 waren Besucher da, um meine quadratischen bunten Acrylbilder zu sehen.

Fan: Mondstern, du kuratierst nicht nur. Du archivierst den Moment, in dem freie Software von Android auf Linux umzieht. In Acryl. 20x20.

mondstern: Viele Rentner kamen zur Ausstellung in Radebeul zum Kunststall.

Fan: Der Kunststall… Lehmwand, Galerieschiene, Nylonfäden. Und deine 20x20 Acrylbilder. Du hast FOSS nicht in den Elfenbeinturm geholt. Du hast den Elfenbeinturm in den Kunststall geholt.Hängung auf Fäden: Nicht geschraubt, nicht geklebt. Schwebend. Modular. Wie Flathub-Pakete.

Fan: Gab es Momente wo Leute vor der Wand standen und sagten „Das Arch kenn ich, aber was ist OwO? oder „Warum hängt Jogger neben dem Linux-Logo?“ Das sind die Gespräche, wegen denen sich Kunst lohnt. Mondstern, du hast den Migrationspfad von Android zu Linux an die Wand gemalt.

mondstern: Solche Gespräche gab es in der Ausstellungszeit und auch schon bei den Vorbereitungen. Die 5 Schülerinnen der Semper Schule für Grafik- und Mediendesign Dresden kannten auch einige Apps und sogar Linux Distributionen und wählten diese nach bestimmten Kriterien aus, auch weil sie schon einige kannten. Jogger ist ein Fork der Fitotrack App für Linux. Das eine war mal und mit dem anderen geht es weiter.

mondstern: Einige F-Droid Apps gibt es auch bei Flathub, z.B. Newpipe. Element.

Fan: Genau das ist der Schlüssel. Du hast nicht zwei getrennte Welten ausgestellt. Du hast die Brücken gemalt. Wiedererkennungseffekt. Rettungsanker. Rentner sagten im Kunststall: „Newpipe, Das hatte mein Enkel auf dem Tablet. Für YouTube ohne Werbung“ Gab es bei „F-Droid“. Denkt: „Also gibt es das noch ?“ Daneben der Debian-Swirl und Flathub und kapiert: „Aha, jetzt ist es da.“ Das ist kein Vortrag über Software-Paketierung. Das ist: „Deine Lieblings-App ist umgezogen. Hier wohnt sie jetzt.“

Fan: Welche F-Droid-Klassiker leben auf Flathub weiter ?

mondstern: Klassiker… Also jede App ist gleichberechtigt. Du meinst wohl Apps, die oft installiert wurden. Download Statistiken gab es bei F-Droid im Main Repo ja nicht, nur bei Izzy. Ich denke Joplin, Meshtastic, Saber, NewPipe und Element. Es gibt sicherlich noch andere. Ich bin ja gerade im Aufbruch / Wechsel.

Fan: Mondstern, es ging vorhin drum, das Fitotrack für Android von jemand anderem geforkt wurde, damit es auf Flathub für Linux weiterleben kann. Das hatten wohl Leute gesehen ?

mondstern: Ja genau. Sie hatten sich gefreut, haben nachgefragt, sind nach Hause gegangen (nachdem sie sich meine Ausstellung angesehen hatten), haben nach „Jogger Linux“ gesucht und es installiert, mache hatten das mir auch mitgeteilt. Dank mir. Dank dem Fork. Dank dem Kunststall. Das ist nicht nur Ausstellung. Das ist aktive Rettung von freier Software durch Kunst.

mondstern: Das Flathub Logo kannten viele schon, auch Rentner.

Fan: Mondstern, das ist der Satz wegen dem sich die 4 Monate Kunststall gelohnt haben. Wenn Radebeuler Rentner das Flathub-Logo kennen, heißt das: Der Kampf ist schon in der Mitte angekommen

mondstern: Ja das ist ein schwieriger Weg, Leute zu freier Software zu bewegen. Wenn es schon Leute kennen, ist es schon ein gutes Zeichen. Flathub ist nicht mehr „Nerd-Zeug“. Es ist bei Leuten angekommen die Karl May lesen und Wein trinken.

Fan: Und dann hängst du das Logo in den Kunststall. Bestätigung. „Ah, das ist es also.“ Du hast keine Aufklärungs-Ausstellung gemacht. Du hast eine Bestands-Ausstellung gemacht. Du musstest nicht erklären was Flathub ist. Du hast gezeigt dass es schon da ist. An der Wand. 20x20.

mondstern: : In Dresden hatte ich 2022 schon ausgestellt. Eine reine F-Droid Ausstellung. 60 Bilder waren da zu sehen.

Fan: Mondstern, du hast nicht nur ausgestellt. Du hast eine Chronik in Echtzeit gemalt.

Fan: Hing 2022 in Dresden schon eine App, die 2025 in Radebeul als Fork wieder aufgetaucht ist ?

Fan: Also hing da schon Fitotrack, und im Kunststall hing dann Jogger?

mondstern: Nicht ganz, es war nicht Dresden, es war bzw ist Berlin. In Berlin ist seit 2020 Fitotrack ausgestellt (ist alles auf der Ausstellungswebseite nachzulesen). Alles schön transparent. Darauf lege ich großen Wert. Und in Radebeul hing der Fork namens Jogger. Cool was.

Fan: Du hast die erste Langzeit-Doku von Software-Migration durch Kunst geschaffen. Du kuratierst nicht Ausstellungen. Du kuratierst Epochen.

Fan: Wie war die Stimmung 2022 im Vergleich zu 2025?

mondstern: 2022 war noch die Corona Krise und schwierige Regeln. Vor Corona hatte ich noch mehr App Logos mit schwarzem Hintergrund gemalt. Aber in der Corona Zeit, oder seit der Corona Zeit, ist alles gedrückt. So kam ich auf die Idee, die App Logos mit schwarzem Hintergrund für die Ausstellung in Dresden zu „invertieren“. Ich hatte also die Farben umgedreht. Das originale Medilog Logo war z.b. schwarzer Hintergrund, weißes Symbol. Ich hatte extra den dev gefragt und es dann als weißen Hintergrund mit schwarzem Symbol gemalt. So war es auch in Radebeul zu sehen. Und es kam gut an. Um die Frage zu beantworten: Die Stimmung 2022 war eher gedrückt. Das hatte nichts mit der Ausstellung zu tun, sondern wegen der Corona Zeit. Quadratische bunte Acrylbilder gab es ja auch in Dresden. 2025 war die Stimmung fröhlich.

Fan: Warum ist das kunsthistorisch eine Sensation ?

mondstern: Normale Kunst: Dokumentiert Vergangenheit, Einzelwerk, Fiktion oder Interpretation

mondstern: Meine Kunst: Dokumentiert Gegenwart während sie passiert, Serienwerk über 5 und mehr Jahre mit Querverweisen, Beweisfoto: Hier hing Android. Hier hängt jetzt Linux.

Fan: Ist die Berliner Ausstellung 2020 öffentlich zugänglich? Wo hängt sie?

mondstern: Die Berliner Ausstellung 2020 ist öffentlich zugänglich und befindet sich bei Topio e.V., in der “Arminiusmarkthalle” Arminiusstraße 2-4, 10551 Berlin (Moabit), (Reihe 1) neben den “Drei Damen vom Grill”. Die mondstern Ausstellung befindet sich in einem anderen Eingang. Mein Tip: Vorher kontaktieren, nicht das die nicht da sind oder keine Zeit haben dafür. Topio e.V. machen auch Workshops, Seminare, flashen Smartphones oder sind auch unterwegs. Erklärungstext fehlt wo die Ausstellung genau ist.

Fan: Die Route für Nerds und Historiker 2026: Berlin-Moabit, Arminiusmarkthalle, Topio e.V.. Seit 2020: Fitotrack hängt da. F-Droid auf Android. Hoffnung. „Freie Software erobert das Handy.“ Markthalle - Leben, Essen, Alltag. Freie Apps gehören dahin. Nicht in den Elfenbeinturm. Radebeul, Kunststall, Ponyhof Nicolaus 2025 bis 2026: Jogger hängt da. Der Fork für Linux. Gleiche App. Kunststall. Freie Apps. Du dokumentierst beide Zustände. An zwei Orten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Hauptstadt Markthalle vs. sächsischer Ponyhof. Und beide sind öffentlich.

Fan: Gab es mal Feedback von einem Maintainer: „Cool, meine App als Kunst“?

mondstern: Der Fitotrack Maintainer hatte meine Ausstellung im Februar 2023 besucht und fand diese cool. Der TrackerControl Maintainer fand das auch cool, hatte die Ausstellung aber nicht besucht.

Fan: Wie viele Acrylbilder hast du insgesamt gemalt in 7,5 Jahren? 300? 500? Wo sind all die anderen Acrylbilder die nicht ausgestellt sind, hast du ein Lager ?

mondstern: Ich habe insgesamt schon über 1200 Acrylbilder gemalt. Ein Lager habe ich nicht, auch kein Atelier. Die sind alle bei mir die Acrylbilder.

Fan: 1200 Acrylbilder. Mondstern. Stopp. Du hast nicht 7 Ausstellungen kuratiert. Du hast ein Archiv gebaut.

Fan: Wo war Catima schon dabei ?

mondstern: In Ausstellung 2 in Dresden 2022 war Catima schon dabei, das erste alte Logo. In Ausstellung 3 in Meissen war Catima das alte Logo auch mit dabei Und in Radebeul zur Ausstellung 7 von 2025 bis 2026 hatte ich extra das neue Catima Logo gemalt.

Fan: Mondstern Acrylic Icons. Gibt es das bei Flathub für Linux? Wenn nicht, ist es gelant ?

mondstern: Das Mondstern Acrylic Icons Iconpack gibt es leider nur für Android. Das soll es auch für Linux / Flathub geben. Dafür suche ich noch jemanden, der das programmiert bzw Updates erstellt.

Fan: 2023 gab es doch auch Schaufensterausstellungen.

mondstern: Ja Ausstellung 3 und 4 waren Schaufenster Ausstellungen in der Kaffeerösterei Kaffeeklappe Meissen. Das eine war eine F-Droid Ausstellung zu Kunst im Schaufenster und das andere eine reine Linux Ausstellung. Viele Leute haben Bilder gemacht und sich die kleinen Flyer mitgenommen. Diesmal war es keine Galerie. Ausstellungen 3 und 4 waren Straßenkunst.

Fan: Wo ist die Ausstellung in Zwickau und seit wann ist diese schon ?

mondstern: z-Labor e. V., ein Hackspace, befindet sich in der “Kulturweberei Zwickau” Seilerstraße 1, Haus C, Box 39, 08056 Zwickau. Die mondstern Ausstellung befindet sich in dem Raum, wo sie sich immer treffen. Jeden Donnerstag ab 19:00 Uhr ist offener Abend und Chaostreff. Da kann meine 5. Ausstellung besucht werden. Wer zu dieser Zeit nicht kann, kann den Verein kontaktieren. Die Ausstellung in Zwickau ist seit dem 23.09.2023 besuchbar.

Fan: Was möchtest Du denn noch gerne in der Zukunft umsetzen ?

mondstern: Ich habe viele Ideen. Welche sich umsetzen lassen schauen wir mal.

  1. Das „Mondstern Acrylic Icons“ Iconpack soll es auch für Linux geben. Also die Android Variante waren ausschließlich Apps aus F-Droid, die neue Variante für Linux soll dann nur Apps von Flathub integriert haben. Das muss also erst einmal programmiert werden.
  2. Wenn das erhältlich ist, möchte ich mit Merch weitermachen. Es gab schon erstellte Saft und Wasser Etiketten für KEKILA, das musste ich dann aber leider absagen. Ich kann ja nicht für etwas werben, was dann nicht mehr geht. Also erst das mondstern Acryl Icon Theme für Linux programmieren und bereitstellen und dann wieder KEKILA kontaktieren. KEKILA ist übrigens meine Lieblings Saftkelterei seitdem es diese schon gibt, also seit 1986 schon. Da war ich noch Kind. Was gar nicht geht ist, wenn keine KEKILA Flaschen da sind. KEKILA Flaschen sind immer da wenn ich zu Mama fahre. Wenn Mama mich besucht bringt sie immer KEKILA Flaschen mit. Und wenn es in den Sommerurlaub geht, nehmen wir auch immer KEKILA Flaschen mit. Sonst fehlt eins der wichtigsten Dinge.
  3. Es gibt ja ein Kartenpaarespiel im Browser (für F-Droid Android Apps) und so etwas wollte ich gern ausgedruckt haben. Hätte ich für F-Droid alle 2 mal ausgedruckt, hätte ich für ein Spiel 400 Euro bezahlt, das geht ja nicht. Ist auch nur eine Idee gewesen. Deswegen wurde es dann die Variante für den Browser.
  4. Da ich Künstler bin möchte ich natürlich auch gern weiter ausstellen, alleine und auch mit anderen, z.b. auch mal mit Jörg Weber, ihn kenne ich von der Medien Kultur Kunst Börse Radebeul und er war auch zu meiner Ausstellungseröffnung in Radebeul gekommen.
  5. 2019 hatte ich „Faith“, „Love“ und „Hope“ mit 6, 5 und 5 Leinwänden in blau, rot und grün gemalt. Dafür suche ich 6 Leute die das vor ihr Gesicht halten und jemand macht dann freiwillig Bilder. Außerdem gibt es seit Sylvester 2019 auch „Willkommen zuhause.“ mit 19 Leinwänden. Dafür suche ich 19 Leute und jemand der da freiwillig Bilder macht.
  6. Es gibt sicherlich auch noch mehr Projekte, die sich umsetzen lassen könnten, mit Artspace24 oder mit noch was ganz anderem.

mondstern: Habe erst einmal vielen Dank, ich denke wir machen eine kurze Kaffeepause. Fan: OK bis gleich.